BZurück zur Übersicht

WAS MAN BEIM INDOOR-TRAINING TRAGEN SOLLTE

Tipps von zwei erfahrenen Experten auf dem Rollentrainer…

Selbst in gekühlten Räumen treibt das Indoor-Training auf dem Rad die Körpertemperatur schnell nach oben. Was also tragen bei diesen vermeintlich einfachen Bedingungen? Die richtige Bekleidung hält nicht unbedingt kühl, aber sie sorgt für einen angenehmen Tragekomfort und verhindert, dass man sich in einer großen Pfütze Schweiß wiederfindet.

Die Erfahrungen zweier begeisterter Indoor-Radfahrer sorgen für Aufklärung.

Langstreckenfahrer Chris Hall nutzt den Rollentrainer, damit sein Trainingsplan nicht durch schlechtes Wetter, Pannen oder sonstige widrige Umstände durchkreuzt wird. Dabei variieren seine Trainingseinheiten zwischen kurzen und intensiven Abschnitten von 45 Minuten und langen Einheiten zwischen zwei und drei Stunden. Dabei ist vor allem eines wichtig: Das perfekte Setup, so dass er seine Zeit auf dem Rad nicht nur genießen, sondern auch das Beste aus seinem Training herausholen kann.

Chris Hall: „Bei meinen ersten Trainingseinheiten habe ich so wenig wie möglich getragen, doch der Schweiß ist direkt auf mein Fahrrad getropft. Darum habe mich jetzt für Trikot und Trägerhose entschieden, was ich auch bei einer Tour im Freien tragen würde. Dabei schaue ich nach leichten, kaum spürbaren Trikots und einer dünnen Trägerhose mit tief geschnittenen, dünnen Trägern aus atmungsaktivem Meshmaterial. Am besten sind glatte Träger ohne Nähte, die nicht scheuern und die Schweißproduktion nicht unnötig anregen.“

„Neben Trikot und Hose sind aber auch Hände und Füße wichtig. Performance-Schuhe, die leicht einzustellen sind, kann ich bei intensiven Einheiten enger stellen und bei langen Trainingsabschnitten für mehr Tragekomfort lockern. Handschuhe verhindern, dass Hände und Lenker vom Schweiß nass und rutschig werden. Mit der Wischoberfläche am Daumen kann ich mir darüber hinaus den Schweiß aus dem Gesicht wischen.“

Ausdauer-Athletin Katie Butler absolviert ihr Grundlagentraining im Winter auf der Rolle, um für die langen Strecken im Frühjahr und im Sommer bestens vorbereitet zu sein. Mit vier Trainingseinheiten pro Woche variiert Katie zwischen Tempo- und Schwellenwerttrainings bei denen sich Intensität und damit auch die Schweißproduktion stark voneinander unterscheiden.

„Im Winter macht das Fahren auf der Rolle den größten Teil meines Trainings aus. Vor allem, wenn das Wetter schlecht ist oder ich unter Zeitdruck stehe. Ich fahre pro Einheit 1–1,5 Stunden mit konstanter Geschwindigkeit und füge lockere und intensive Abschnitte mit hoher Intensität mit ein.“

„Obwohl ich wahnsinnig viele Fahrradklamotten besitze, habe ich meine Lieblingsstücke, die ich während der Indoor-Einheiten trage. Hier bevorzuge ich Shorts ohne Träger, da die nassen Träger unangenehm sind.“

„Ich trage einen Sport-BH mit einem dünnen, atmungsaktiven und bequemem Trikot, um eine große Schweißproduktion zu verhindern. Ein gemustertes Trikot kann dabei unschöne Schweißflecken verbergen.“

„Ich habe festgestellt, dass Handschuhe einen kleinen, aber feinen Unterschied ausmachen können. Sie verhindern, dass sich der Schweiß meiner Hände auf den Lenker überträgt und dieser rutschig wird.“

„Ich habe erst vor kurzem Fahrradschuhe mit einem BOA-System getestet und bin absolut begeistert. Wenn meine Füße nach einiger Zeit warm werden und sich ausdehnen, lässt sich der Schuh mit Hilfe des Drehrads spielend leicht anpassen, um den perfekten Tragekomfort zu erhalten.“

Beim Rollentraining fehlt zwar der erfrischende Fahrtwind, der einem um die Nase weht, jedoch hat es auch den Vorteil, dass man ohne seine größten Mitstreiter trainieren kann. Es sei denn, das eigene Spiegelbild ist der größte Konkurrent!